Ratgeber
Engerl-Bengerl online ziehen
In Österreich heißt es Engerl-Bengerl, in Deutschland Wichteln, im Norden Julklapp – gemeint ist immer dasselbe: Jede Person zieht heimlich jemanden aus der Gruppe und beschenkt sie. Hier steht, wie das Spiel funktioniert und wie ihr ohne Zettel auslost.
Was ist Engerl-Bengerl?
Beim Engerl-Bengerl bekommt jede Person aus der Gruppe genau ein „Engerl“ zugelost, das sie bis zur Bescherung beschenkt. Wer wen gezogen hat, bleibt geheim. Das macht den Reiz aus: Alle rätseln, von wem das Geschenk kommt – und niemand muss für die ganze Familie, die Klasse oder das Büro einkaufen, sondern nur für eine Person.
Je nach Region heißt das Spiel unterschiedlich: Engerl-Bengerl vor allem in Wien und Ostösterreich, Christkindl ziehen in Teilen Österreichs und Bayerns, Wichteln im deutschen Sprachraum allgemein, Julklapp in Norddeutschland und Secret Santa im Englischen.
Die Regeln in Kürze
- Alle Teilnehmenden werden gesammelt – Familie, Freundeskreis, Klasse oder Team.
- Jede Person zieht geheim einen Namen. Niemand darf sich selbst ziehen.
- Ihr legt ein Budget fest, zum Beispiel 10, 20 oder 25 Euro, damit alle Geschenke ungefähr gleich viel wert sind.
- Optional schreibt jede Person ein paar Wünsche auf.
- Bei der Bescherung werden die Geschenke verteilt. Ob ihr danach auflöst, wer wen gezogen hat, entscheidet ihr selbst.
Warum online statt mit Zetteln?
Mit Zetteln aus der Mütze geht oft etwas schief: Jemand zieht sich selbst, Paare ziehen sich gegenseitig, oder die Hälfte der Gruppe ist beim Ziehen gar nicht da. Online lost ihr einmal aus, und jede Person sieht nur ihr eigenes Ergebnis – egal, wo sie gerade ist.
- Niemand zieht sich selbst – das ist bei der Auslosung ausgeschlossen.
- Ausnahmen sind möglich, etwa damit sich Paare nicht gegenseitig ziehen.
- Auch der Organisator erfährt nichts und kann ganz normal mitspielen.
- Wunschzettel sieht nur die Person, die euch gezogen hat.
So zieht ihr Engerl-Bengerl mit Wichtely
- Runde anlegen: Namen eintragen, Budget und Datum festlegen, bei Bedarf Ausnahmen hinzufügen.
- Den Link in die WhatsApp-Gruppe oder per E-Mail schicken.
- Jede Person öffnet den Link, wählt ihren Namen und sieht auf dem eigenen Handy, wen sie beschenkt.
Ihr braucht dafür weder eine App noch ein Konto. Die Runde löscht sich nach der Bescherung automatisch.
Tipps für eine gelungene Runde
- Budget klar ansagen. Ein fester Betrag verhindert, dass sich jemand mit einem zu kleinen oder zu großen Geschenk unwohl fühlt.
- Wünsche eintragen lassen. Schon drei Stichworte helfen enorm – Ideen findet ihr in unseren Wichtelgeschenken nach Budget.
- Rechtzeitig auslosen. Zwei bis drei Wochen vor der Bescherung bleibt genug Zeit zum Besorgen.
- Variante Schrottwichteln: Statt neuer Geschenke wird Kurioses aus dem eigenen Haushalt verschenkt – ideal für lustige Runden.
Häufige Fragen
Wie viele Personen braucht man?
Mindestens drei. Nach oben gibt es praktisch keine Grenze – auch große Teams oder Vereine.
Was, wenn jemand den falschen Namen anklickt?
Der Organisator kann den Namen zurücksetzen. Die Zuordnung bleibt dabei gleich, die Person zieht einfach noch einmal.
Kostet das etwas?
Nein. Wichtely ist kostenlos und funktioniert ohne Anmeldung.